Studienzusammenfassung zur nachhaltigen Geschirrauswahl

Eine Übersicht mit allen veröffentlichten Studien, Leitfäden und Entscheidungshilfen mit Bezug zur Auswahl von nachhaltigem Geschirr (für Großveranstaltungen) finden Sie hier (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Der Inhalt der Beiträge wird kurz zusammengefasst aber nicht bewertet! Für Inhalte der aufgelisteten Beiträge ist ausschließlich deren Autor:in verantwortlich.

UPDATE vom 08. Juni 2022

Kunststoffbasierte Mehrwegsysteme in der Circular Economy. Die Studie/Analyse stellt den Beginn einer Reihe von Analysen und Bewertungen kunststoffbasierter Mehrwegsysteme im Vergleich zu ihren Einwegkonkurrenten dar. Diese Studie beschränkt sich zunächst auf drei Mehrwegsysteme. Die Studie analysiert die drei Anwendungsbeispiele Steigen, Planzentrays und Coffee-to-go-Becher. Dabei werden Aspekte zu Zirkularität (Umlaufzahl, Rücklaufquote, Recyclingquote usw.), Performance (Transportaufwand, Modularität usw.) und Nachhaltigkeit (Treibhausgasemissionen, Energieaufwand usw.) betrachtet.  Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Mehrwegsysteme Vorteile gegenüber Einwegsystemen besitzen (Studie/Systemanalyse, Fraunhofer 2022).

Digitale Abfallvermeidung – Mehrweg- und Kaskadenwirtschaft mit IntakeDAV. Das Projekt IntakeDAV setzt beim Konsumenten an und verbindet einen digitalisierten Ausleihvorgang durch eine nach den Anforderungen für GreenIT entwickelte Applikation mit einem hauseigenen Mehrwegsystem in der Campus Mensa (Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier) mit dem Augenmerk der höchstmöglichen Nutzerakzeptanz, denn das Kernproblem der Abfallwirtschaft, die Vermeidung von Abfällen, wird nicht durch die reine Substitution von kunststoffbasierten Einwegverpackungen gelöst und die existierenden Recyclinglösungen sind nur bedingt wirtschaftlich. Das schlechte Image im Servicebereich ist oft ein Hindernis für ein erfolgreiches Mehrwegsystem und soll durch nachhaltige optimierte Verpackungen abgebaut werden. Der Schwerpunkt bei der Auswahl der Menübehälter liegt auf einem vollständig recyclebaren Produkt, dessen Zirkularität mittels Ökobilanzierung und der Datenverwaltung über die App vertiefend untersucht wird. Das Gesamtkonzept wird skalierbar ausgelegt und kann u.a. auf Veranstaltungen adaptiert werden (Konferenzbeitrag, ResearchGate 2022).

Linksammlung im Zusammenhang mit Leidfäden zu Mehrweg und Verpackungsvermeidung. Die Beratung- und Vernetzungsstelle Verpackungsreduktion in Brandenburg (BVVB) hat eine Linksammlung mit hilfreichen Leitfäden zur den Themen Mehrweg und Verpackungsabfallvermeidung erstellt. Dabei werden Aspekte wie Hygiene, Mehrweg-Poolsyseteme oder Abfallvermeidung adressiert (Linksammlung, BVVB Brandenburg, 2022).

Handlungsoptionen für Kommunen zur Reduktion des Plastikmüllaufkommens: Kommunale Regelungsmöglichkeiten. Dieser Leitfaden wurde entwickelt, um Kommunen bei der Umsetzung von Lösungsstrategien zu unterstützen. Sie setzt einen Fokus auf die rechtlichen Regelungsmöglichkeiten. Nach einer Einführung in den europäischen und nationalen Rechtsrahmen, behandelt das Dokument die kommunalen Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion des Kunststoffaufkommens und zeigt Möglichkeiten und Grenzen des kommunalen Handlungsspielraums auf (Handlungsleitfaden, UBA, BUND, 2022).

Handlungsoptionen für Kommunen zur Reduktion des Plastikmüllaufkommens: Sammlung von Best-Practice-Beispielen. Diese Broschüre wurde entwickelt, um Kommunen bei der Umsetzung von Lösungsstrategien zu unterstützen. Sie stellt für die wesentlichen Handlungs- und Problemfelder Lösungen aus der kommunalen Praxis vor, die sich bereits bewährt haben (Broschüre, UBA, BUND, 2021).

Mehrweg in der Takeaway-Gastronomie. Die Studie, die im Rahmen des Projektes „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ erstellt wurde,  fasst die Ergebnisse von Umweltbilanzen zu Ein- und Mehrwegverpackungen zusammen  und stellt verschiedene Möglichkeiten für den Einsatz von Mehrwegverpackungen in der Take-away-Gastronomie vor. Nach der Studie stellen Mehrwegverpackungen bei einer hinreichenden Zahl von Nutzungszyklen eine ökologischere Alternative dar. In Bezug auf die Emissionen von Treibhausgasen reichen in der Regel 10 bis 15 Nutzungen einer Mehrwegverpackung aus, um gegenüber der Einwegverpackung eine positive Bilanz zu erreichen. Bei anderen Umweltauswirkungen können unter Umständen mehr Nutzungszyklen erforderlich sein, um die ökologische Nutzenschwelle zu erreichen. Die Studie schlägt außerdem Strategien und Maßnahmen vor, um Mehrweg in dieser Branche als Standard zu etablieren, die Sichtbarkeit von Mehrwegangeboten zu erhöhen und die Motivation zur Nutzung durch Kund:innen zu fördern (Studie, Ecolog Institut 2021).

Müllvermeidung in Kommunen – Mehrwegsysteme für Speisen und Getränke zum Mitnehmen. Eine Antwort auf steigende Abfallmengen stellen umweltverträgliche Mehrwegverpackungen dar. Diese Broschüre will bei der Etablierung von Mehrwegverpackungen unterstützen. Es werden Zusammenhänge hinter den Mehrwegsystemen  erläutert und Hintergrundinformationen, z.B. zum hygienischen Umgang mit Mehrwegverpackungen und gesammelte Erfahrungen vorgestellt  (Broschüre, UBA 2021).

Lebenszyklusanalyse von Einwegbechern aus PLA, PP und PET. Polylactid (PLA) ist sowohl biobasiert als auch biologisch abbaubar und hat daher zunehmende Aufmerksamkeit für Einwegkunststoffanwendungen auf sich gezogen. Im Kontext der jüngsten EU-Strategien für Kunststoffe und Bioökonomie verwendet diese Studie eine Lebenszyklusanalyse (LCA), um den ökologischen Fußabdruck von Einweg-Trinkbechern aus PLA zu bewerten, einschließlich 13 Umweltwirkungskategorien. Die PLA-Becher wurden anschließend mit Bechern aus Polyethylenterephthalat (PET) und Polypropylen (PP) verglichen. Im Vergleich zu PET-Bechern bieten die aktuellen PLA-Becher Einsparungen bei den Umweltauswirkungen für den Klimawandel. Im Vergleich zu PET- und PP-Bechern bieten PLA-Becher Einsparungen beim Ressourcenverbrauch fossiler Brennstoffe, führen jedoch zu höheren Auswirkungen auf photochemische Ozonbildung, Versauerung und terrestrische Eutrophierung (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2021).

Biobasierte und biologisch abbaubare Einwegverpackungen? Keine Lösung für den Verpackungsmüll! Seit einiger Zeit werden Biokunststoffe als ökologische Alternative zu Einwegplastik gehandelt. Jedoch ist diese vermeintliche Lösung nicht ohne Folgen und Probleme.  Diese Broschüre liefert Hintergründe zu biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen und soll im Vergleich die Vorteile von ökologisch sinnvollen Mehrwegverpackungen darlegen. Der Text geht auf Materialhinweise von Mehrweggeschirr ein und stellt Materialempfehlungen für Verpackungen für Speisen und Getränke „to-go“ vor (Broschüre, UBA 2021).

Internetplattform für nachhaltige Sport- und Kulturevents. Neben Hilfestellungen zur Organisation von verschiedenen Aspekten von Veranstaltungen (z.B. Verkehr oder Natur) bietet die Plattform Handlungsempfehlungen zur Geschirrauswahl und stellt eine Entscheidungshilfe zur ökologisch sinnvollen Geschirrauswahl zur Verfügung. Laut (Studie, Swiss Olympic und BAFU 2006), auf dieser Studie basiert die Entscheidungshilfe, soll insbesondere auf kompostierbares Geschirr sowie Einweggeschirr aus Kunststoff verzichtet werden. Optionen für Veranstaltungen sind Mehrweggebinde oder für Take-away-Mahlzeiten der generelle Verzicht auf Geschirr (Pack´s ins Brot). Sofern auf Wegwerfgeschirr nicht verzichtet werden kann, sollte idealerweise Recycling-Karton als Material verwendet werden (Internetplattform, Saubere-Veranstaltung 2021; Entscheidungshilfe zur ökologisch sinnvollen Geschirrwahl an Veranstaltungen).

Einweg-Getränkebecher und ihre Alternativen – Empfehlungen aus Ökobilanzen. In dem Report wurden in einer Metaanalyse 10 LCA-Studien verglichen zu Einweg- und Mehrweggetränkebechern. Die Analyse zeigt, dass es mehrere Variablen gibt, die die Umweltauswirkungen von Getränkebechern in ihrer gesamten Wertschöpfungskette beeinflussen, ob Einweg- oder Mehrwegbecher. Insgesamt erweisen sich Mehrwegbecher je nach Rahmenbedingungen als die bessere Alternative. Dies gilt für öffentliche Veranstaltungen, insbesondere kleinere Veranstaltungen mit einem geringeren Verlustanteil. Für Einwegbecher gilt, dass sie ähnliche Umweltauswirkungen haben, unabhängig davon, aus welchem ​​Material sie bestehen (ob Biokunststoff, Kunststoff auf fossiler Basis oder Papier). Mehrwegbecher haben unabhängig vom Material eine geringere Klimabelastung als Einwegbecher, obwohl die Anzahl der Wiederverwendungen des Mehrwegbechers, die erforderlich sind, damit dieser eine geringere Umweltbelastung als der Einwegbecher aufweist, je nach Material variiert. Die Anzahl der Wiederverwendungen reichte von 10 bis 670, abhängig von den verglichenen Materialien, Annahmen zum Lebensende und insbesondere Annahmen zum Waschen. Das Waschen von Mehrwegbechern trägt am meisten zu den Umweltauswirkungen im Lebenszyklus von Mehrwegbechern bei, gefolgt von der Herstellung (Report, UNEP 2021).

Einweg vs. Mehrweg – Was ist besser für die Umwelt. Die EPPA hat die Ergebnisse einer von Ramboll durchgeführten und vom deutschen TÜV zertifizierten Studie zum Vergleich von papierbasisertem Einweggeschirr im Vergleich mit Mehrweggeschirr aus Metall, Plastik, Keramik oder Glas für Schnellrestaurants veröffentlicht. Nach den Ergebnissen der Studie sind papierbasierte Einweg-Serviceverpackungen für Lebensmittel und Getränke besser für die Umwelt als Mehrweggeschirr und -behälter. Treibender Faktor hierfür sind insbesondere die energie- und ressourcenverbrauchenden Wasch- und Trocknungsvorgänge für Mehrweg. U.a. wird durch die Nutzung von Einweggeschirr 3,4 mal weniger Wasser verbraucht und 2,8 mal weniger CO2 emittiert (Infografiken zur Studie, EPPA 2021; Zusammenfassung der Studie, EPPA 2021).

Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen – Handreichung für Veranstaltende. Der Leitfaden beleuchtet verschiedene Handlungsfelder und bietet Checklisten. Hinsichtlich einer nachhaltigen Auswahl und Nutzung von Geschirr wird darauf hingewiesen, dass Geschirr möglichst zu vermeiden (z.B. Fingerfood, „Packs ins Brot“) bzw. Mehrweggeschirr zu verwenden sei. Darüberhinaus soll eine regionale Kooperation mit Großküchen oder Gastwirtschaften bedacht werden,  um so bereits vorhanden Infrastruktur (Geschirr, Waschanlagen) zu nutzen (Leitfaden, Stadt Koblenz 2021).

Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen – Handreichung für Veranstaltende. Die Stadtverwaltung Trier hat einen Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen entwickelt, in dem sich Nachhaltigkeit nicht allein auf Ressourcenschonung und Klimagerechtigkeit beschränkt, sondern auch soziale Aspekte einschließt. Verschiedene Bereiche von Veranstaltungen werden beleuchtet und eine Checkliste angeboten. In Bezug auf eine nachhaltige Geschirrauswahl wird darauf verwiesen, dass Einwegartikel generell, aber auch Einwegartikel aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Bambus, Papier), als Lösung weniger zu empfehlen sind (Leitfaden, Stadtverwaltung Trier 2021).

Leitfaden Nachhaltiges Gemeinde- oder Vereinsfest. Der Kurzleitfaden gibt für verschiedene Bereiche (Organisation, Verpflegung, Mobilität, Abfall usw.) Hinweise zur Durchführung von nachhaltigen Gemeinde- oder Vereinsfesten. In Bezug auf Auswahl von Geschirr wird angeregt, Mehrwegsysteme zu nutzten oder alternativ biologisch abbaubares Geschirr einzusetzen  (Leitfaden, Dekanat Rottweil 2021).

Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen. Der Leitfaden wurde im Rahmen des Maßnahmenprogramms Nachhaltigkeit der Bundesregierung für die Bundesverwaltung erstellt. Er übernimmt inhaltlich die wesentlichen Punkte des Leitfadens BMU 2020, 4. überarbeitete Auflage (Leitfaden, Bundesregierung 2021).

Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen. Eine Veranstaltung zu organisieren, verlangt eine gute Vor- und Nachbereitung. Dabei von Beginn an den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit zu setzen, bietet große Potenziale für den Umweltschutz und die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Dieser Leitfaden zeigt Maßnahmen, die frühzeitig in den Planungsprozess integriert zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Veranstaltungsorganisation führen (Leitfaden, BMU 2020, 4. überarbeitete Auflage; Checkliste aus dem Anhang als ausführbares PDF-Formular).

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Nachhaltig zum Green Event. Das Netzwerk Green Events Austria, gegründet 2008 und bestehend aus dem Bundesministerium für Klimaschutz, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und Vertreterinnen und Vertretern aller österreichischen Bundesländer und deren regionalen Green Events Initiativen, hat einen Leitfaden zur nachhaltigen Gestaltung von Events herausgegeben. Green Events sind Veranstaltungen, die ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Nachhaltigkeit berücksichtigen, Umweltbelastungen reduzieren, Ressourcen schonen und die regionale Wirtschaft unterstützen. Der Leitfaden gibt für verschiedene Bereiche einer Veranstaltung (u.a. Abfall, Energie) Tipps zur Umsetzung. In Bezug auf die Geschirrnutzung wird Mehrweg empfohlen. Darüberhinaus können über den Internetauftritt von Green Events beim BMK verschiedene Informationen und Hilfsmittel zur Durchführung von nachhaltigen Events abgerufen werden (z.B. Checklisten, Mindestanforderungen, Tipps uvm.) (Leitfaden, Netzwerk Green Events Austria 2020, Mindestanforderungen für nachhaltige Veranstaltungen in Österreich sowie Internetauftritt Green Events, BMK, Österreich).

Zero Waste-Konzept für den öffentlichen Raum – Friedrichshain-Kreuzberg. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen für Friedrichshain-Kreuzberg vorgestellt, um das Müllaufkommen im öffentlichen Raum, in den Grünanlagen, sowie bei Veranstaltungen und Wochenmärkten deutlich zu reduzieren. Das Konzept folgt dabei einem systematischen Ansatz mit Identifikation von Akteuren*innen, vorhandenen Lösungen und Umsetzungslücken, mögliche Hebel und Werkzeuge  sowie ordnungsrechtliche Handlungsmöglichkeiten, die in einer „Roadmap“ zeitlich und praktisch eingeordnet und priorisiert werden. Neben einem Katalog von Best Practice-Beispielen erfolgt die Vorstellung multipler Handlungsempfehlungen, die auf unterschiedlichen Ebenen und Zeitskalen, angepasst an die lokalen Gegebenheiten, funktionieren (u.a. ein Handlungsempfehlungspaket für Veranstaltungen). Im Rahmen der Best Practice-Beispiele und Handlungsempfehlungen wird dabei auch auf die Thematik Catering, Geschirr, Spülmobile usw. eingegangen. Darüber hinaus werden regionale Anbieter*innen von Mehrweg sowie bestehende Mehrweglösungen vorgestellt (Handlungsempfehlungen, Grüne Liga Berlin 2020).

Fakten zu den Ökobilanzergebnissen von Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen. Die Studie vergleicht verschiedene Ökobilanzstudien in diesem Bereich. Nach der Studie verursacht für das Segment Mineralwasser die Bereitstellung von 1000 L Mineralwasser im Handel 40 % weniger CO2Äquivalente, wenn Getränke statt in der 1,5 L PETEinwegflasche in 0,7L GlasMehrwegflaschen verpackt werden. Bei Verwendung der 1,0 L PETMehrwegflasche statt der 1,5 L PETEinwegflasche lassen sich sogar über 50 % der emittierten CO2Äquivalente einsparen. Im Segment Bier weist die Glas-Mehrwegflasche (sogar bei nur 25 angenommenen Wiederbefüllungen) im Vergleich zur PET-Einwegflasche, Aluminium- sowie Weißblechdose und Einweg-Glasflasche die mit Abstand beste Klimabilanz auf. Ebenso kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Umlaufzahlen und Transportentfernungen die ökologische Vorteilhaftigkeit von Mehrweg gegenüber Einweg belegen (Studie, Deutsche Umwelthilfe 2020).

Materialauswahl für Getränkebecher im Hinblick auf eine Kreislaufwirtschaft. Im Rahmen dieser Ökobilanzstudie wurde biobasierte Einweggetränkebecher mit Einwegkunststoffbechern und einer Mehrwegalternative aus Edelstahl verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die aus Zuckerrohr in Thailand hergestellten biobasierten Becher geringere Auswirkungen auf die globale Erwärmung und den Abbau fossiler Ressourcen aufweisen als erdölbasierte Kunststoffe, aber stärker als Mehrweg-Edelstahlbecher. Bei längerem Gebrauch zeigen Mehrwegbecher eine bessere Umweltleistung als die anderen  (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2020 ).

Nachhaltigkeit von Mehrwegverpackungen – Aktuelle Situation und Trends. Verpackungen spielen eine wichtige Rolle bei der sicheren Verteilung von Produkten in der heutigen Gesellschaft und bei den Lieferketten. Mit einem Verbrauch von etwa 40 % Kunststoff und 50 % Papier in Europa ist die Verpackungsbranche ein großer Materialverbraucher. Verpackungen haben viele Auswirkungen auf die Umwelt, während sie im derzeitigen Versorgungssystem auch einen erheblichen Kostenfaktor darstellen. Um die Umweltauswirkungen deutlich zu reduzieren, sind Mehrwegverpackungen eine Option. Der Artikel überprüft die Trends bei Mehrwegverpackungen und die Literatur zu Mehrwegverpackungen, um Einblicke in den aktuellen Stand der Technik zu gewinnen und Richtungen für Forschung und Entwicklung aufzuzeigen (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2020). 

Untersuchung der ökologischen Bedeutung von Einweggetränkebechern im Außer-Haus-Verzehr und mögliche Maßnahmen zur Verringerung des Verbrauchs. Die Studie betrachtet ausschließlich Becher im Segment der Heißgetränke im Außer-Haus Verzehr. Somit bezieht sich die Menge auf jede Art von Konsum, der außerhalb des eigenen Haushaltes stattfindet. Im Begriff Außer-Haus sind somit neben den Bechern, die „to go“ genutzt werden, auch solche Einwegbecher enthalten, die auf der Arbeitsstelle, in der Systemgastronomie, in Hotels etc. genutzt werden. Nach der Studie beträgt die jährliche Gesamtmasse 28.000 Mg Abfall durch den Konsum von Heißgetränken in Einwegbechern in Deutschland (davon sind ⅔ der PPK-Fraktion zuzuordnen und ⅓ der Kunststofffraktion). Nach den Ergebnissen der ökobilanziellen Betrachtung sind leichte Papiereinwegbecher den schweren Papierbechern und Kunststoffbechern überlegen. Wird allerdings der Deckel für Einwegheißgetränke (Kunststoff) mitberücksichtigt, so kehrt sich das Ergebnis um. Im Vergleich mit Mehrwegsystemen zeigt sich, dass der Ersatz von Einwegbechern durch Mehrweglösungen in der Regel mit positiven Umwelteffekten verbunden ist (unter Berücksichtigung von verschiedenen Aspekten wie Mindestumlaufzahl oder Grünstromnutzung für Spülvorgänge) (Bericht/Studie, Umweltbundesamt 2019).

Papier vs. Blatt: Vergleichende Ökobilanz von Einwegtellern aus nachwachsenden Rohstoffen.  In dieser Studie wurden die Umweltauswirkungen des gesamten Lebenszyklus von Einwegtellern aus zwei verschiedenen nachwachsenden Materialien (Papier und Blatt) analysiert. Ziel der Studie war es, die Umweltauswirkungen der beiden Teller auf den Klimawandel zu untersuchen und die Prozesse mit dem größten Verbesserungspotenzial aufzuzeigen. Für den Papierteller wurde festgestellt, dass die Verarbeitung der Rohstoffe und die Herstellung am meisten zu den Gesamtauswirkungen auf den Klimawandel beitragen. Eine Verbesserung könnte durch die Verwendung einer biologisch abbaubaren Schicht als Beschichtungsmaterial erfolgen, die aufgebracht wird, um den Pappteller nässefest zu machen. Die beste Option für die Entsorgung des Papptellers ist die Verbrennung mit Energierückgewinnung. Für Einwegteller aus Blättern zeigt sich, dass Herstellungsort und dadurch bedingte Transporte einen erheblichen Einfluss auf die Umweltauswirkungen haben (Master thesis, Uppsala Universität 2019).

Abfallbehandlung biologisch abbaubarer Kunststoffe. Die Präsentation gibt einen Überblick über die Grundlagen der biologischen Abbaubarkeit und benennt die Einsatzgebiete für biologisch abbaubare Kunststoffe. Neben Sammelbeuteln für Bioabfälle, Mulchfolien, Gegenstände für die Fischerei sowie Verpackungen sind dies auch Einweggeschirr und Wegwerfartikel. Neben Verwertungsoptionen werden auch die Nachteile von biologisch abbaubaren Kunststoffen aufgezeigt. Hierzu zählen u.a. das hohe Verwechslungspotenzial mit konventionellen Kunststoffen, die Gefahr der Förderung der Wegwerfmentalität sowie die Suggestion eines Umweltvorteils von kurzen Produktlebenszyklen (Präsentation, Umweltbundesamt 2019).

Verpackungen und Take-away-Geschirr in der ETH-Gastronomie – Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen zur Reduktion der Umweltbelastungen. Basierend auf einer Literaturrecherche und Vergleichen von Ökobilanzen sowie aufgrund von Erfahrungswerten aus der Praxis wurden Handlungsempfehlungen für die Verwendung von Verpackungen und Geschirr in der Gastronomie an der ETH (Universität) ausgearbeitet. Die Recherchen zeigten u.a., dass Einwegverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Maisstärke oder Zuckerrohr) aus ökologischer Sicht nur marginal besser abschneiden als solche aus fossilen Rohstoffen und dass die Unterschiede zwischen Mehrweggeschirr aus Porzellan, Glas oder Kunststoffen gering sind. Darüberhinaus gibt die Studie Handlungsempfehlungen zur Ausgabe von heißen und kalten Getränken, Speisen und Geschirr  (Handlungsempfehlung, ETH Sustainability 2019).

Abfallaufkommen durch Einweggeschirr und andere Verpackungen für den Sofortverzehr. Die Studie zielt darauf ab, Empfehlungen zum umweltgerechten Handeln in Bezug auf Einweggeschirr zu geben. Insbesondere soll dabei der Vermeidungszielsetzung Rechnung getragen werden. Neben dem Verbrauch nach in Verkehr bringenden Branchen wird auch eine qualitative Prognose über die Entwicklung von Packmitteln gegeben.  Im Ergebnis zeigt sich, dass der Sofort- und Außer-Haus-Verzehr mit 281.000 Tonnen in 2017 erheblich zum Abfallaufkommen in Deutschland beiträgt. Hierbei sind insbesondere PPK und Kunststoff von Bedeutung. Seit 1994 ist der Verbrauch an Verpackungen für den Sofortverzehr um 38% gestiegen. Ohne regulierenden Eingriff in den Markt wird ein weiterer, signifikanter Anstieg prognostiziert  (Studie, NABU, GVM 2018).

Landnutzungsbedingte TGH-Emissionen und Spillover-Effekte durch erhöhten Verbrauch von Biokunststoffen. Der Artikel bewertet die potenziellen Auswirkungen eines Biokunststoffziels von 5% im Verhältnis zum aktuellen Kunststoffverbrauch in den Hauptproduktionsregionen. Subventionen für Biokunststoffe und Steuern auf den Verbrauch von fossilen Kunststoffen werden als alternative Strategien untersucht, ebenso werden die THG-Emissionen unter Berücksichtigung auch indirekter Landnutzungsänderungen einbezogen. Die Ergebnisse zeigen u.a., dass Biokunststoffe nicht unbedingt nachhaltiger als herkömmliche Polymere sind, nur weil sie biobasiert sind (Artikel, Environ. Res. Lett. 2018).

Einweggeschirr und To-go-Verpackungen – Abfallaufkommen in Deutschland 1994 bis 2017. Die Studie zeigt die wesentlichen Inverkehrbringer von Einweggeschirr und To-go-Verpackungen sowie die resultierenden Abfallmengen. Nach der Studie ist der Ersatz von Kunststoff durch Papier und Pappe für Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen nicht die nachhaltige Lösung, die Vermeidung von Abfällen sei das Beste für den Umwelt- und Meeresschutz  (Statistik, NABU 2018).

Leitfaden der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm für nachhaltige Veranstaltungen. Der Leitfaden beleuchtet verschiedene Handlungsfelder einer Veranstaltung (u.a. Verpflegung, Druckerzeugnisse, Mobilität)  und bietet eine Checkliste um die Voraussetzungen für nachhaltiges Handeln zu prüfen. In Bezug auf die Geschirrauswahl wird empfohlen, langlebige Materialien einzusetzen (Mehrweggeschirr und wiederverwendbares Besteck aus Porzellan oder Hartplastik) und auf unnötige Verpackungen, Enweggeschirr und Plastikwaren zu verzichten (Leitfaden, Stadt Pfaffenhofen 2018). 

Verbesserung der Umweltverträglichkeit von wiederverwendbaren Lebensmittelbehältern in Europa. Der Artikel stellt die erste umfassende Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit des Lebenszyklus von wiederverwendbaren Lebensmittelbehältern aus Kunststoff und Glas vor und bewertet verschiedene Optionen für Verbesserungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzungsphase am meisten zu den Umweltauswirkungen beiträgt (> 40%). Insbesondere das Waschen der Behälter wirkt sich hier aus. Behälter aus Glas haben ca. 12% bis 64% höhere Umweltauswirkungen als Kunststoffbehälter und müssten eine 3,5-mal längere Lebensdauer als Kunststoffbehälter haben, um deren ökologischen Fussabdruck zu erreichen. Verbesserungspotenzial wird im Bereich Energie (Strommix) und effizienterem Einsatz von Wasser, Energie und Geschirrspülmittel bei der Reinigung gesehen (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2018 oder Artikel, Universität Manchester, 2018).

Wegweiser – Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement. Der Leitfaden beleuchtet verschiedene Handlungsfelder einer Veranstaltung (Mobilität, Catering, Abfallmanagement usw.) und liefert Checklisten dazu. Zum Thema Geschirr wird lediglich auf die Verwendung von Mehrweg hingewiesen (Wegweiser/Leitfaden, GIZ 2018).

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Leitfaden – Nachhaltig fairanstalten. Der Leitfaden bezieht sich eher auf kleinere Veranstaltungen (10-100 Personen) und versucht hierfür nachhaltige Aspekte zu berücksichtigen, z.B. bei der Auswahl der Location oder dem Caterina. Der Leitfaden soll bei der Planung zukünftiger Veranstaltungen unterstützen, benennt für verschiedene Bereiche die jeweiligen Herausforderungen, gibt Anregungen zum nahhaltigen Handeln und listet Empfehlungen auf. In Bezug auf eine nachhaltige Geschirrauswahl bietet der Leitfaden wenig, lediglich auf die Nutzung von Mehrweggeschirr und den sparsamen Umgang damit wird hingewiesen (Leitfaden, biz 2017).

Studie über den ökobilanziellen Vergleich von Mehrweg- und Einweggeschirr für die Gemeinschaftsverpflegung in den USA. Die Studie behandelt den Vergleich des Einsatzes von Einweg- und Mehrweggeschirrsystemen in ausgewählten Szenarien stationärer Außer-Haus-Verpflegungseinrichtungen (Krankenhaus, Schulcafeteria, Hotel). Insgesamt wird eine Empfehlung zur Nutzung von Mehrweg unter Umweltaspekten ausgesprochen. Für Einwegsysteme wurde ermittelt, dass die Produktion der benötigten Geschirrteile und deren Entsorgung (Entsorgungsprozesse) am meisten zu den gesamten Umweltauswirkungen entlang des Produktlebenszyklus beitragen, wobei die Hauptumweltbelastung der Materialherstellung zuzuschreiben ist. Bei den Mehrwegsystemen trägt die Nutzungsphase und insbesondere der Spülprozess am meisten zum Gesamtergebnis bei (hier insbesondere der Bedarf an elektrischer Energie für den Betrieb von Geschirrspülmaschinen), während die anderen Lebenszyklen nur von untergeordneter Bedeutung sind (Studie, Öko-Institut 2017).

Leitfaden: Nachhaltiges Catering. Im Mittelpunkt dieses Kurzleitfadens stehen die Nahrungsmittel. Es werden Kriterien zur Auswahl eines nachhaltigen Essens genannt. Ebenso wird die Klimabelastung durch verschiedene Ernährungsstile thematisiert, wobei der veganen Ernährungsweise die geringste Klimabelastung, einem hohen Fleischverbrauch die in diesem Vergleich höchste Klimabelastung zugeordnet wird. Hinsichtlich dem Einsatz von Geschirr wird Mehrweggeschirr als Kriterium aufgeführt, um die Umweltbelastungen zu reduzieren (Leitfaden, ETH Zürich 2017).

Entsorgung von biologisch abbaubaren Kunststoffen – Kompostieren oder verbrennen? Nach den Ergebnissen der Studie und in Bezug auf die abfallwirtschaftliche Bewertung sind in Anwendungsbereichen mit Entsorgungserfordernis keine abfallwirtschaftlichen Vorteile für BAW-Produkte (biologisch abbaubare Kunststoffe) gegenüber solchen aus herkömmlichen Kunststoffen vorhanden. Auch in Bezug auf die Verwertung zeigt sich, dass die Mitkompostierung der BAW-Produkte im Vergleich zur energetischen Verwertung nicht die umweltverträglichere Verwertungsart darstellt (Studie, Vivis TK Verlag 2016).

Weniger Abfall. Und mehr Nachhaltigkeit in der Verpflegung. Swiss Olympic unterstützt Schweizer Sportveranstalter ihre Veranstaltungen ressourcenschonend, umweltfreundlich und sozial nachhaltig durchzuführen. Mit diesem Dossier soll auf das Engagement der Schweizer Sportwelt aufmerksam gemacht werden, inhaltlich werden u.a. konkrete Best Practice Beispiele benannt. In Bezug auf die nachhaltige Nutzung von Geschirr für Großveranstaltungen wird zumeist die Nutzung von Mehrweggeschirr genannt. Eine Umfrage unter Veranstaltern eines Sportevents zeigt darüber hinaus, dass 43% die ausschließliche bepfandete Ausgabe von Getränken in Mehrwegbechern verneinen bzw. für irrelevant erachten. Für Mehrweggeschirr im Rahmen von Speisen steigt dieser Wert sogar auf 64% (Dossier, Ecosport.ch 2015).

Feste ohne Reste – Mehrweggeschirr und weitere Lösungen für eine saubere Veranstaltung. Der Leitfaden stellt u.a. die Umweltbelastung durch die Nutzung verschiedener Bechertypen dar und gibt Empfehlungen zu verschiedenen „Mehrweg“-systemen. Grundsätzlich besteht in der Stadt Bern für Veranstaltungen im öffentlichen Raum die Pflicht zur Verwendung von Pfand- und Mehrweggeschirr  (Leitfaden, Stadt Bern 2015).

Ökonomische und ökologische Bewertung von wiederverwendbaren Kunststoffbehältern: Eine Fallstudie zur Lieferkette der Lebensmittelverpflegung. Die Fallstudie betrachtet den Fluss von frischem Obst und Gemüse in einer Lebensmittel-Catering-Kette, vom Verkäufer bis zum Endkunden. Die Studie vergleicht ein Mehrwegsystem mit traditionellen Einwegverpackungen (z. B. Holzkisten, Einweg-Kunststoffkisten und Kartons), um die wirtschaftliche Rendite und die Umweltauswirkungen eines wiederverwendbaren Kunststoffbehälters zu quantifizieren. Die Studie kommt zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass für die betreffende Fallstudie die Einführung eines Kunststoffbehälter-Systems zu einer geringeren Umweltbelastung in Bezug auf CO2eq-Emissionen führen wird. Die wirtschaftliche Gesamtrendite wird jedoch voraussichtlich negativ sein, was zu einer Kostensteigerung von etwa 0,06 € pro Kilogramm des gehandhabten Lebensmittelprodukts führt. (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2014 ).

Mehrweg-Kunststoffkiste oder recycelbare Karton-Box? Ein Vergleich zweier Liefersysteme. Das Ziel der Studie war es, die Umweltauswirkungen über den Lebenszyklus eines realen Produktliefersystems (in diesem Fall: Brot) zu vergleichen, das entweder wiederverwendbare HPDE-Kunststoffkisten oder recycelbare Kartons aus Wellpappe für den Produkttransport verwendet. Untersucht wurden die Liefersysteme, nicht das gelieferte Produkt. Hierbei wurde die Herstellung der Kisten/Boxen, ihre Verwendung, die Lieferwege von der Bäckerei zu den Einzelhändlern und die Abfallentsorgung/das Recycling der Kisten/Boxen berücksichtigt. Im Ergebnis kommt die Studie zu dem Schluss, dass das recycelbare Karton-Boxsystem in allen untersuchten Wirkungskategorien auf der Grundlage der definierten Grenzen und Annahmen eine umweltfreundlichere Option war als das wiederverwendbare HPDE-Kunststoffkistensystem. Allerdings spielte der Transport eine sehr wichtige Rolle bei den Umweltauswirkungen der analysierten Systeme, so dass Änderungen, z.B. in den Gewichten von Produkten und deren Umverpackung oder den Transportentfernungen, die Ergebnisse erheblich beeinflussen können (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2014 ).

Ökobilanz Getränkeverpackungen. Untersucht wurden verschiedene Verpackungsarten in verschiedenen Getränkesegmenten. Einbezogen wurden hierbei u.a. auch Wiederverwendbarkeit und Transportdistanzen. Es wurden Empfehlungen gegeben, welche Getränkeverpackung je nach Getränketyp und Konsumgegebenheit aus ökologischer Sicht am geeignetsten ist. Laut Studie gibt es nicht eine einzelne Getränkeverpackung, die für alle Getränketypen in Frage kommt. Es braucht aus gutem Grund unterschiedliche Verpackungslösungen, weil die Anforderungen an die Funktionen Schutz, Logistik und Marketing unterschiedlich sind (Studie, Carbotech 2014; Artikel, Umweltperspektiven 2014).

Handlungskonzept für abfallarme Großveranstaltungen und Straßenfeste. Das Handlungskonzept bezieht sich auf die Stadt Berlin. Rechtliche Grundlagen und Informationen zur Abfallvermeidung und -trennung werden genannt. Anhand von anschaulichen Praxisbeispielen wird aufgezeigt, mit welch einfachen Mitteln auf einer Veranstaltung Abfall vermieden, reduziert, getrennt und gleichzeitig ein „grünes“ Image dazugewonnen werden kann. Ebenso sind umfassende Handlungsempfehlungen für Veranstalter/-innen, Standbetreiber/-innen und für die Verwaltung erstellt worden. Für die genannten Gruppen sind auch praktische Checklisten und ein Beispielmuster für ein Abfallhandlungskonzept verfügbar (Handlungskonzept, Grüne Liga Berlin e.V. 2014).

Leitfaden für die umweltgerechte Gestaltung von Open-Air-Veranstaltungen. Großveranstaltungen wie Musikfestivals und andere Open-Air-Veranstaltungen sind mit erheblichen Belastungen für die Natur, das Klima und die Umwelt verbunden. Das ist immer der Fall, wenn Tausende Menschen zusammen kommen, um Musik zu hören, in der Natur zu campieren und zu feiern. Der Sounds for Nature-Leitfaden zeigt auf, welche Möglichkeiten es für Veranstalter und Teilnehmer gibt, ihr Festival ökologischer und umweltverträglicher zu gestalten, ohne den Spaß an der Sache zu beeinträchtigen (Leitfaden, Sounds for Nature Foundation e.V. 2013, 2. vollständig überarbeitete Auflage).

Abfallmanagement bei Großveranstaltungen (in Luxemburg). Die Arbeit beschreibt die Abfallsituation vor Ort anhand von zwei Fallbeispielen: dem ING europe-marathon Luxembourg und dem Fest zum Nationalfeiertag. Auf Grundlage einer umfassenden Literaturrecherche, Experteninterviews, einer Datenerhebung vor Ort, sowie einer Umfrage unter den Marathonteilnehmern, konnten Abfallmengen bestimmt und Maßnahmen abgeleitet werden Aus den erhobenen Mängeln und Verbesserungspotentialen wurden einerseits konkrete mögliche Maßnahmen für die beiden Events sowie andererseits allgemeine Richtlinien für Großveranstaltungen in Luxemburg erarbeitet. Darüber hinaus zeigt die Arbeit Ökobilanzen für Mehrwegprodukte im Vergleich zu Einweg, diskutiert Vor- und Nachteile des Einsatzes von Pfandbechersystemen und gibt internationale Best-practice Beispiele  (Masterarbeit, Uni Wien 2013).

Kritischer Vergleich von 10 Ökobilanzen für Einwegbecher. Einwegbecher können aus herkömmlichem Petro-Kunststoff, Bio-Kunststoff oder Pappe (beschichtet mit Petro-Kunststoff oder Bio-Kunststoff) hergestellt werden. Diese Studie verglich zehn Ökobilanzstudien (LCA) von Einwegbechern mit dem Ziel, die Robustheit ihrer Ergebnisse zu bewerten. Die ausgewählten Studien haben nur eine Wirkungskategorie gemeinsam, nämlich den Klimawandel mit dem globalen Erwärmungspotenzial (GWP) als Kategorieindikator. Quantitative GWP-Ergebnisse der Studien wurden näher untersucht. GWPs innerhalb und zwischen jeder Studie zeigen, dass keines der Bechermaterialien durchweg besser ist als die anderen (Artikel, ScienceDirect, Elsevier 2013 ).

Nachhaltig Produzieren im Kulturbereich. Dieser Leitfaden basiert auf den Erfahrungen des Projektes ÜBER LEBENSKUNST. Durch welche Maßnahmen und mit welchem Erfolg das Projekt nachhaltig produziert wurde, kann diesem Leitfaden entnommen werden. Eine ausführliche Umweltbilanz des Öko-Instituts e.V. (Umweltbilanz, Öko-Insitut e.V. 2012) zeigt detailliert die Auswirkungen verschiedener Bereiche. Für das Segment „Geschirr“ wird insbesondere die Nutzung von Mehrweggebinden genannt und empfohlen, eine Untersuchung von 34 unterschiedlichen Großveranstaltungen in Deutschland zeigt, dass sich das Abfallaufkommen durch die Nutzung von Mehrweg um ca. 30% verringern lässt (Leitfaden, Überlebenskunst 2012).

Nachhaltiger Event Leitfaden (Sustainable Event Guide – Give your large event a Small Footprint). Dieser Leitfaden bietet Veranstaltern eine Fülle konkreter, leicht verständlicher und zugänglicher Ratschläge, unter anderem zu Cateringfragen, branchenspezifische Empfehlungen und handlungsorientierte Checklisten. Der Leitfaden besteht aus sechs Abschnitten, die auch separat verwendet werden können (Leitfaden, UNEP 2012).

Untersuchung der Umweltwirkungen von Verpackungen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen. Die Studien kommt zu dem Ergebnis, dass Biokunstoffverpackungen in der Ökobilanz häufig bessere Ergebnisse hinsichtlich der Treibhausgasemissionen und des fossilen Ressourcenverbrauchs zeigen, sie sind jedoch gesamtökologisch in aller Regel nicht vorteilhafter als entsprechende Verpackungen aus fossilen Kunststoffen (Studie, Umweltbundesamt 52/2012, FKZ: 37 10 95 314).

Events: Das Gleiche in Grün – Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen. Dieser Leitfaden bietet neben Hintergrundinformationen vor allem Handlungsempfehlungen für die umweltfreundliche Durchführung von Veranstaltungen. Wichtige weiche Faktoren wie Authentizität des Engagements, die richtigen Zielsetzungen, die Suche geeigneter Partner und Fragen der Öffentlichkeitsarbeit werden ebenfalls angesprochen. Mithilfe von Checklisten kann man ganz konkret überprüfen, welche Maßnahmen Veranstalter und ihre Partner umsetzen können. Als nachhaltige Maßnahme im Gastronomiebereich bzw. bei der Geschirrauswahl wird darauf verwiesen, das Plastikgeschirr und jede Art von Einweggeschirr nicht in Frage kommen und auf Mehrweggeschirr mit Pfandmarken gesetzt werden soll. Da wo dies nicht möglich ist, soll auf „essbares“ Geschirr oder „Fingerfood“ zurückgegriffen werden (Leitfaden, Stadt Hamburg 2011; Green Events: Checklisten).

Mehrweg ist mehr Wert – für saubere Veranstaltungen. Großveranstaltungen, insbesondere in Bezug auf Verpflegung, haben häufig ein Abfallproblem. Dies wiederum führt zu hohen Kosten für Reinigung, zu Umweltbelastungen und beeinträchtigt ebenso das Image von Veranstaltungen.  Die Broschüre zeigt die Vorteile der Nutzung von Mehrweg auf und welcher Umweltnutzen damit verbunden ist. Ebenso wird der Mehrwegkreislauf für Veranstaltungen dargestellt und erläutert, ob und wann ein solches System finanziell lohnenswert ist. Für die Schweiz sind abschließend Ansprechpartner im Bereich Mehrwegsysteme, Geschirrverleiher usw. genannt   (Broschüre, AWEL 2011).

Nachhaltige Events – Nachhaltiger Erfolg durch Verantwortung. Dieser Leitfaden richtig sich an Organisatoren von Events, vor allem von öffentlichen Veranstaltungen. Im Gegensatz zu den sonstigen Leitfäden zu umweltgerechten, familienfreundlichen oder barrierefreien Gestaltung von Events integriert dieser Leitfaden diese Konzepte in ein umfassenderes Nachhaltigkeit- und Eventkonzept und richtet sich speziell an Veranstalter im kommunalen und regionalen Bereich. Hierfür werden auch Cecklisten nach verschiedenen Bereichen bereitgestellt, so auch für ein umweltfreundliches Catering (Leitfaden, Hochschule Aalen 2011).

DUH-Hintergrundpapier zu biologisch abbaubaren Kunststoffen. Das Hintergrundpapier der Deutschen Umwelthilfe beeinhaltet eine ökologische Bewertung biologisch abbaubarer Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Dabei werden Aspekte wie biologische Abbaubarkeit und Kompostierung, Zusatzstoffe, vermeintliche Klimaneutralität, Nahrungsmittelkonkurenz sowie die problematische Entsorgung und stofflichen Verwertung beleuchtet. Darüberhinaus werden die ökobilanziellen Ergebnisse zu Bechersystemen (Technical Report, ResearchGate 2008) und Kunststoffen auf Planzenbasis (Artikel, International Journal of Life Cycle Assessment 2010) zitiert (Hintergrundpapier, Deutsche Umwelthilfe 2011).

Nachhaltigkeitsmetriken: Ökobilanz und grünes Design von Polymeren.  Der Artikel vergleicht die Umweltauswirkungen von 12 Polymeren, von denen 7 aus Erdöl, 4 aus biologischen Quellen und ein Polymer aus beiden Quellen stammt. Dabei zeigt sich, dass Plastik, das auf Pflanzenbasis hergestellt wird, mindestens genauso umweltschädlich wie Kunststoffe aus Erdöl ist. Biopolymere weisen eine relativ große Umweltauswirkung durch die Produktion auf und rangieren im LCA-Ranking nur im Mittelfeld. Polyolefine (PP, PE) führen das LCA-Ranking an, während komplexe Polymere wie PET, PVC und PC am Ende stehen (Artikel, Environmental Science Technlology 2010).

Ökobilanz und Ökoeffizienzanalyse von Trinkbechern für öffentliche Veranstaltungen. Die Studie vergleicht verschiedene Bechersysteme für den Einsatz auf kleinen Indorr- und großen Outdoor-Veranstaltungen. Bei großen Outdoor-Events trägt insbesondere die (maschinelle) Reinigung der Becher erheblich zur gesamten Umweltbelastung bei. Bei Einwegbechern (PP, PE-beschichteter Karton und PLA), die sowohl bei kleinen Indoor- als auch bei großen Outdoor-Veranstaltungen zum Einsatz kommen, dominiert die Produktion der Becher die Umweltprofile. Durch den Vergleich der Umweltauswirkungen der Bechertypen auf beide Veranstaltungsarten wurde deutlich, dass keines der Bechersysteme generell am besten abschneidet. Anhand dieser Vergleiche konnte kein eindeutiger Schluss für die Auswahl des umweltschonendsten Bechersystems gezogen werden. Eine entsprechende Geschirrwahl ist immer von den Rahmenbedingungen abhängig (Artikel, International Journal of Life Cycle Assessment 2010).

Einweg und Mehrweg – Aktuelle Ökobilanzen im Blickpunkt. Im Rahmen dieser Studie werden verschiedene Ökobilanzen zu verschiedenen Getränkeverpackungen erörtert (z.B. für Wasser, Erfrischungsgetränke, Bier). Hierbei wird auch auf verschiedene die Ergebnisse beeinflussende Parameter (z.B. Umlaufzahlen, Distribution oder Gewicht) eingegangen. So zeigt bspw. die Ökobilanzelle Untersuchung verschiedener Verpackungssysteme für Bier (Studie, IFEU  2010b), dass regionale Biere in Glas-Mehrweg-Standardgebinden ökologisch am vorteilhaftesten sind. Die Studie zeigt allerdings auch, dass bei Verwendung von individuellen Glas-Mehrwegflaschen sowie einer überregionalen Vermarktung die Getränkedosen dem Glasmehrweg vergleichbare ökologische Wirkungsprofile erreichen. In der Ökobilanz  zu Verpackungen für Wässer und CO2-haltige Erfrischungsgetränke (Studie Zusammenfassung, IFEU, 2010) konnten keine gesamtökologischen Vorteile der Mehrweg-Glassysteme gegenüber den PET-Systemen ermittelt werden (Studie, IFEU 2010a).

Ansatz zur Messung der Nachhaltigkeit von Events. Die Anforderungen an Veranstalter, dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden und den nachhaltigen Entwicklungsprozess von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen, nehmen stetig zu. Um der gesellschaftlichen Erwartungshaltung und dem Interesse der Öffentlichkeit gerecht zu werden, bedarf es der Kenntnis über die positiven als auch negativen nachhaltigkeitsrelevanten Leistungen des Eventmanagements und eines Bewusstseins über die externen Wirkungen, die von Events ausgehen können. In diesem Papier werden zur Erfassung der Nachhaltigkeit von Events Indikatorensets ausgestaltet, relevante Themenfelder identifiziert, Kernziele abgeleitet sowie abschließend Indikatoren zur Messung der Nachhaltigkeitsleistung und zur Ermittlung der nachhaltigkeitsrelevanten Auswirkungen von Events formuliert (Diskussionspapier, CSM Leuphana Universität Lüneburg 2010).

Abfallvermeidung und -trennung auf Märkten und Straßenfesten. Auf Basis von Literaturrecherchen und Befragungen wurden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, das Abfallaufkommen bei öffentlichen Veranstaltungen zu reduzieren und Veranstaltungen damit nachhaltiger zu gestalten (Wissenschaftliche Studie, Stiftung Naturschutz Berlin 2010).

Einführung eines Energie- und Umweltmanagementsystem bei nationalen und internationalen Großveranstaltungen. Gro…ßveranstaltungen verursachen Umweltauswirkungen und Kosten. Durch Ma…nahmen der verschiedensten Art kö„nnen diese negativen Auswirkungen – soweit wie m„öglich – vermieden oder minimiert werden. Ein Umweltmanagementsystem, das eine Informations-, Planungs- und Kontrollfunktion beinhaltet, ermöglicht über eine systematische Ermittlung und Bewertung eine Verringerung der Umweltauswirkungen. Übergreifend wird der gesamte In- und Output, der während einer Großveranstaltung auftritt, betrachtet. Der Leitfaden beschreibt die einzelnen Schritte zur Einführung€hrung und Durchfü€hrung eines entsprechenden Systems, und geht dabei im Bereich „Abfallkonzept“ auch auf das Problemfeld Mehrweg- und Einwegsysteme ein und gibt entsprechende Empfehlungen  (Leitfaden, BMU 2009).

Vergleichende Ökobilanz verschiedener Bechersysteme bei Getränkeausschank an Veranstaltungen. Die Studie liefert die neusten ökologischen Vergleichsdaten der gebräuchlichsten heute auf dem Markt erhältlichen Mehrweg- und Einwegbecher. Die Umweltministerien Österreichs und der Schweiz zusammen mit den Städten Basel, Bern, Zürich, Wien, Klagenfurt, Salzburg und Hannover hatten mit Unterstützung des deutschen Umweltministeriums dem Österreichischen Ökologie Institut, der Schweizer Firma Carbotech AG und dem deutschen Öko-Institut e.V. den Auftrag für eine vergleichende Ökobilanz verschiedener Bechersysteme beim Getränkeausschank erteilt. Den Rahmen dafür bildet das Nachhaltigkeitskonzept für die Fussball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008 (Technical Report, ResearchGate 2008).

Leitfaden für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen – Green Champions für Sport und Umwelt. Der Leitfaden bietet eine Übersicht der ökologischen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen und liefert Checklisten für verschiedene Phasen einer Veranstaltung (z.B. Konzeptphase, Planung  und Durchführung von Veranstaltungen). Neben allgemeinen Empfehlungen zur Energie- und Ressourceneffizienz beschränkt sich der Leitfaden in Bezug auf die nachhaltige Nutzung von Geschirr auf Empfehlungen zu Mehrweggeschirr und einem Verzicht auf Einweggeschirr  (Leitfaden, BMU, DOSB 2007).

Ökologische Bewertung von Einweg- und Mehrwegbechern. Ziel der Studie war es, die Umweltauswirkungen des wiederverwendbaren Bechers zu ermitteln, der während einer Großveranstaltung (die in Barcelona stattfand, Universal Forum of Cultures, 2004) im Vergleich zu einem Einwegbecher derselben Zusammensetzung (Polypropylen) verwendet wurde. Die Studie kam zu dem Schluss, dass die Mindestanzahl von Verwendungen des Mehrwegbechers, die erforderlich sind, damit dieser eine geringere Umweltbelastung als der Einwegbecher aufweist, bei 10 liegt (Artikel, International Journal of Life Cycle Assessment 2007).

Ökobilanz von PLA – ein Vergleich von Lebensmittelverpackungen aus NatureWorks® PLA und alternativen Materialien. Die Studie untersucht kleinvolumige (500ml) Behälter mit Deckel und Körper. Sie sind transparent und dienen typischerweise der Verpackung von Speisen zum Mitnehmen im Einzelhandel. In der Regel bestehen diese aus PET, PP oder PS. Ziel der Studie ist u.a. der Vergleich dieser Verpackung aus PLA mit den genannten alternativen Materialien. Der Vergleich des PLA-Verpackungssystems mit den alternativen Systemen ergab, dass das PLA-System gegenüber allen drei Verpackungssystemen mit konventionellen Polymeren Vorteile in den Kategorien Fossiler Ressourcenverbrauch, Treibhauseffekt und Sommersmog zeigt. Für die übrigen Wirkungskategorien zeigen Vergleiche des PLA-Systems mit den Alternativsystemen keinen eindeutigen Trend. Die LCA-Ergebnisse für Versauerung, terrestrische Eutrophierung und Humantoxizität (PM10) zeigen Nachteile von PLA gegenüber PS- und PP-Systemen. In der Wirkungskategorie Aquatische Eutrophierung weist PLA ökologische Vorteile gegenüber PP und Nachteile gegenüber PS und PET auf (Studie, ifeu 2006).

Ökobilanz und Ökoeffizipenzanalyse von 4 Arten von Trinkbechern, die auf Veranstaltungen verwendet werden. Ziel der Analyse war es, einen Einblick in die Umweltauswirkungen und -kosten von Bechersystemen zu gewinnen, die auf Veranstaltungen verwendet werden. Untersucht wurden Einwegbecher aus PP, PE und PLA sowie Mehrwegbecher auch PC  (Artikel, Spririnckx et al. 2006).

Entscheidungshilfen für die Wahl des ökologisch sinnvollsten Geschirrs bei Sportanlässen und Veranstaltungen. Im Bereich der Verpflegung und der damit verbundenen Geschirrwahl hat ein Veranstalter die Möglichkeit, Einfluss auf u.a. Abfallaufkommen und Ressourcenverbrauch zu nehmen. In dieser Studie wurden auf der Basis von 15 Ökobilanzstudien die Umweltauswirkungen der gängigsten Geschirrtypen ausgewertet. Im Ergebnis weisen Mehrweggebinde aus Glas, Porzellan und Kunststoff die geringsten Umweltauswirkungen aus. Bei Esswaren ist die Methode „Pack´s ins Brot“ die beste Lösung. PET-Einweg-Flaschen können praktisch sein, sollten aber nur bepfandet Verwendung finden. Sofern Einweggeschirr genutzt werden muss, sollten Becher und Teller aus Recycling-Karton verwendet werden. Kompostierbares Geschirr ist nach dieser Studie nicht optimal (da meist mit Restabfall entsorgt)  (Studie, Swiss Olympic und BAFU 2006).

Ökologisch orientierte Geschirrwahl. Im Rahmen der Studie wurden Empfehlungen für die Verwendung von Geschirr an Veranstaltungen aus ökologischer Sicht erarbeitet. Die Umweltauswirkungen des Geschirrs werden dabei nicht auf die Entsorgung reduziert, sondern es wird der gesamte Lebensweg des Geschirrs einbezogen, da Umweltauswirkungen bei der Rohstoffgewinnung, der Herstellung, der Logistik über den Gebrauch bis zur Verwertung oder Entsorgung der Abfälle entstehen. Dafür wurden die Umweltauswirkungen verschiedener Geschirrtypen über deren gesamten Lebensweg mit der Methode der Ökobilanz untersucht und miteinander verglichen. Es wurden allgemeine Handlungsempfehlungen für Getränke und Speise abgeleitet  (Bericht, Carbotech 2005).

Ökologische Bewertung von biobasierten Polymeren und Naturfasern. In diesem Artikel werden zwanzig Ökobilanzen untersucht. Sieben der untersuchten Studien befassen sich mit Stärkepolymeren, fünf mit Polyhydroxyalkanoaten (PHA), zwei mit Polylactiden (PLA), drei mit anderen biobasierten Polymeren (Lignin-Epoxidharze, epoxidiertes Leinöl) und weitere drei mit Verbundwerkstoffen auf Basis von Flachs, Hanf und Chinaschilf. Die betrachteten Endprodukten sind Primärkunststoffmaterialien (hauptsächlich Pellets), Schüttverpackungsmaterial (Verpackungschips), Folien, Beutel, Mulchfolien, Leiterplatten (für die Elektronik), Verdickungsmittel für Lacke, zwei verschiedene Platten für Sengerwagen und Transportpaletten. Diese Produkte werden mit gleichwertigen Produkten aus petrochemischen Polymeren – in vielen Fällen Polyethylen, Polypropylen oder Polystyrol – verglichen. Einige der überprüften Studien sind in ihrem Umfang eher begrenzt, da sie nur den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass biobasierte Polymere wesentlich dazu beitragen können, die mit der Materialnutzung verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren. So liegt bspw. bei Stärkepolymerpellets der Energiebedarf meist 25%-75% unter dem von Polyethylen und die Treibhausgasemissionen sind 20%-80% geringer  (Studie, Academia 2004 ).

Ökologisch bewusste Durchführung von Großveranstaltungen – Teilbereich Mountainbikes. Mit dem Forschungsvorhaben sollte die sensible Ausrichtung von Großveranstaltungen in der Natur betrachtet werden. Es wurden insgesamt 48 Mountainbiking Veranstaltungen unterschiedlicher Größenordnungen untersucht. Insgesamt wurde festgestellt, dass dauerhafte Auswirkungen von Mountainbike-Veranstaltungen auf die Umwelt in der Regel nicht zu befürchten sind. Mit dem Ziel der Minimierung der Umweltbelastungen von Großveranstaltungen und der Vermeidung unkontrollierter Raumnutzung wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet, die alle umweltrelevanten Veranstaltungsabläufe beinhalten. Hier wird u.a. auf den Einsatz von wiederverwendbarem Geschirr und Spülmobilen hingewiesen (Studie, UBA 2002).

Ökologische Beurteilung verschiedener Geschirrtypen mit Empfehlungen. Für die Erstellung einer Ökobilanz für eine Landesaustellung wurde für den Bereich der Verpflegung untersucht, welche Geschirrtypen die geringsten Umweltbelastungen verursachen und daher zu empfehlen sind. Hierbei wurden Einwegteller aus fossilen Rohstoffen (Polystyrol), Einwegteller aus erneuerbaren Rohstoffen (Stärke, Chinaschilf, Palmblätter, Recycling-Karton) sowie Porzellan-Teller als Mehrweg-System untersucht (Arbeitspapier, Carbotech 1999).

Förderung

Dieses Vorhaben wird fachlich und finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück.

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